Modellregionen in Kärnten

In Modellregionen wird vorbildhaft an nachhaltigen Themen gearbeitet. Auch in Kärnten entstehen einige Modellregionen.

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Mustergemeinde Kötschach Mauthen

Kötschach-Mauthen die energie:autarke Mustergemeinde 

Erneuerbare Energien haben in Kötschach-Mauthen eine lange Geschichte. Bereits 1886 wurde in Kötschach das erste Wasserkraftwerk von Anton Klauss (Namen verlinken mit http://www.aae.at/show_content.php?hid=32) errichtet. Es werde Licht, hieß es in Kötschach bereits 1899, denn ab diesem Jahr konnte man bereits ein elektrisches Stromnetz aufweisen – immerhin 14 Jahre vor der Landeshauptstadt Klagenfurt. In der Folge entwickelten sich in der Gemeinde über verschiedene private Energieproduzenten 21 Kleinwasserkraftwerke, drei Öko-Bergstauseen, Kärntens einzige Windturbine, eine Biogasanlage, etliche Solar- bzw. Photovoltaikanlagen sowie drei Fernwärmenetze.

Als erste Kärntner Gemeinde hat Kötschach-Mauthen den e5-Olymp erreicht.
Seit einigen Jahren steht das e5-Programm für herausragende Erfolge im Energiebereich auf kommunaler Ebene. Kaum eine andere Initiative kann auf Gemeindeebene einen ähnlich umfassenden und konsequenten Ansatz vorweisen. Mit e5 erhalten die am Programm teilnehmenden Gemeinden Hilfsmittel und Unterstützung um ihre Energie- und Klimaschutzziele festzulegen und zu erreichen. Mittlerweile nehmen über 120 Gemeinden in Österreich an dem e5 Programm teil (in Europa sind es sogar über 1.000 Gemeinden). In Kärnten sind es 2012 insgesamt 32 Gemeinden von denen folgende bei der Auszeichnungsveranstaltung für ihren Fortschritt im e5 Programm ausgezeichnet wurden:

Marktgemeinde Kötschach-Mauthen – 5e
Marktgemeinde Eisenkappel Vellach- 4e
Stadt Villach – 4e
Marktgemeinde Velden – 3e
Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See – 3e
Gemeinde Reißeck – 3e
Marktgemeinde Moosburg – 3e
Marktgemeinde Griffen – 3e
Gemeinde Stockenboi -2e
Gemeinde Feld am See – 2e

Kötschach-Mauthen ist damit die erste Kärntner 5e Gemeinde und erhält den Wanderpokal als momentaner Spitzenreiter in der Kärntner e5 Wertung!

Energie kann man Erleben! In Kötschach-Mauthen sind alle erneuerbaren Energieformen vertreten und werden durch ein vernetztes Energiesystem besonders effizient genützt. Dies macht Kötschach-Mauthen einzigartig. Das Energie-Erlebnis Kötschach-Mauthen bietet Schulen, Interessierten und Touristen die Möglichkeit mit Führungen an den verschiedensten Produktionsanlagen erneuerbare Energien zu sehen, verstehen und kennen zu lernen. Bestehende touristische Einrichtungen werden in das Energie-Erlebnis integriert. Für Schulen bietet Kötschach-Mauthen außerdem noch den „Lerngarten der erneuerbaren Energien“, eine 300m² große Experimentierwerkstatt mit pädagogischem Konzept für „Erlebnisunterricht“ zu den Themen Wasser-, Wind- und Sonnenkraft sowie Biomasse und Energiesparen.

 

Zwei Tourismusbetriebe in Kötschach-Mauthen haben bereits seit Jahren, mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien und regionaler Produkte, ihren Focus auf ein „gelebtes Umweltbewusstsein“ gerichtet. Das Schlank-Schlemmer-Hotel Kürschner (www.hotel-kuerschner.at) und der Alpencamp (www.alpencamp.at; www.schauheizung.com) mit Österreichs 1. Internetgesteuerten Bio-Schauheizung mit zahlreichen nationalen und internationalen Umweltauszeichnungen sind die Pioniere für den Start des Öko-Energie-Tourismus in Kötschach-Mauthen. In Zusammenarbeit mit dem Verein „energie:autark Kötschach-Mauthen“ werden hier auf Anfrage eigene Öko-Energie-Angebote erarbeitet.

 

Kötschach-Mauthen – wo Energie fühlbar, sehbar und erlebbar ist!

Wir sind Klimabündnisgemeinde und ausgezeichnete e5-Gemeinde!

 

Kontakt:

Verein „energie:autark Kötschach-Mauthen“

Rathaus 390

9640 Kötschach-Mauthen

info@energie-autark.at

www.energie-autark.at

www.aae-energy.at

 

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Modellregion Feldkirchen und Himmelberg

 

Klima und Energiemodellregion Feldkirchen und Himmelberg

Im Juli 2009 erfolgte die Ausschreibung des Klima- und Energiefonds (KLIEN) zur Förderungvon Klima- und Energiemodellregionen in Österreich. Der Klima und Energiefondsunterstützt mit seinem Förderprogramm Regionen in ganz Österreich bei der Entwicklunghin zu einer Modellregion. Nach einem Vortrag der Region Güssing in Feldkirchen, schlossensich einige Privatpersonen zusammen und erstellten die gemeinsame Fördereinreichung fürdie Modellregion Feldkirchen, Himmelberg. Das Programm zielt darauf ab, über einen Zeitraum von zwei Jahre, die teilnehmenden Regionen bei der Gründung und in der Aufbauphase zu unterstützen.

Mit Hilfe der zwei Gemeinden und einigen umweltbewussten Unternehmern aus der Modellregion, konnte 40% der Gesamtprojektkosten, welche von der Modellregion selbst getragen werden mussten, aufgebracht werden. So konnte im Juli 2008 der Fördervertrag vom Bürgermeister der Stadt Feldkirchen unterzeichnet werden. Die damals eingereichte Klima- und Energiemodellregion „FEnergiereich“ erhielt schließlich die Förderzusage und als Träger des Projektes etablierte sich der gleichnamige Verein„FEnergiereich“, welcher im Juni 2010 gegründet wurde. Die Klima- und Energiemodellregion Feldkirchen und Himmelberg ist eine von inzwischen 66 Modellregionen in Österreich.

Ziel der Modellregion ist die Steigerung der Energieeffizienz, die Reduktion des Energiebedarfs und der CO2 –Emissionen sowie die verstärkte Nutzungheimischer, erneuerbarer Energieträger in der Modellregion..Im ersten Jahr wurde ein Umsetzungskonzept für die Modellregion erarbeitet. Die regionalen Firmen KANZIAN ENGINEERING & CONSULTING GmbH (KEC) und Ingenieurbüro DI Dr. E. Senitza (Waldplan) wurden mit der Erstellung des Umsetzungskonzeptes beauftragt.

In diesem Umsetzungskonzept wurde die Energiesituation in der Modellregion umfassend analysiert. Das Ergebnis dieser Analyse war, dass die Region zu einem großen Teil vonfossilen Energieträgern und damit Energieimporten abhängig ist, dass sehr viele Gebäude nicht dem energetischen Stand der Technik entsprechen und dass es bisher nur wenige vereinzelte Initiativen bzw. Tätigkeiten im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz – auch zur Öffentlichkeitsarbeit – gab.

Basierend auf dieser Analyse wurden 17 Schwerpunktmaßnahmen entwickelt, die vomVerein FEnergiereich in der Umsetzungsphase für die über 16.600 Einwohner starke verbliebene Modellregion realisiert werden sollten. Diese lassen sich in die 3 Kernbereiche der „Klima- und Energie Modellregion“ einteilen:

 

Energieverbrauchsreduktion und Energieeffizienzsteigerung

Potentiale für Energieeffizienz bieten sich in der Vernetzung des Know-How der regionalen Energie-Akteuren, im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, einer höheren Energieeffizienz bei Gebäuden, einem verbesserten Energiemanagement der öffentlichen Verwaltung sowie auch bei Betrieben.

 

Energiebereitstellung

Hierbei ergeben sich im Bereich der Energieerzeugung Potentiale in den Bereichen Photovoltaik und Solarthermie, Ausbau der Kleinwasserkraft an der Tiebel sowie Erweiterung bzw. Ausbau von Biomasseanlagen.

 

Mobilität und Verkehr

Vor allem durch die hohe Anzahl der Berufspendler, die zu großen Teilen in die umliegenden größeren Städte Klagenfurt und Villach fahren, werden auch Potentiale im Bereich Mobilität gesehen. Als Modellregionsmanagerin wurde Sabine Kinz beim Verein FEnergiereich angestellt und einInformationsbüros in der Stadtgemeinde Feldkirchen eingerichtet.

 

Öffnungszeiten:  jeden Donnerstag, von 09.00 bis 12.00 Uhr

Tel: 0650 72 13 129

E-Mail: office@fenergireich.at

www.fenergiereich.at

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Wir laden alle Modellregionen Kärntens ein, sich zu präsentieren!

Link: Kontakt