Gentechnikfreiheit

Es gibt mittlerweile zahlreiche Lebensmittel, bei deren Herstellung ganz bewusst jeglicher Einsatz gentechnischer Methoden und gentechnisch hergestellter Zutaten vermieden wird. Im österreichischen Lebensmittelcodex wurde dazu eine detaillierte Definition des Begriffs „Gentechnik-frei“ festgelegt.

Die Betriebe werden von eigens dafür zugelassenen Kontrollstellen überprüft. Lebensmittel, die diesen sehr umfangreichen Bestimmungen entsprechen, können mit dem entsprechenden, von der „ARGE Gentechnik-frei“ erarbeiteten Gütesiegel gekennzeichnet werden. Produkte, die aus biologischer Landwirtschaft stammen, müssen ebenfalls gentechnik-frei sein.

Folgende Anhaltspunkte bieten eine Hilfestellung bei der Suche nach gentechnikfreien Lebensmitteln:

– Achten Sie auf das Gütesiegel der „ARGE Gentechnik-frei“.

-Suchen Sie Lebensmittel, die aus biologischer Landwirtschaft stammen. Hier gibt es bereits zahlreiche Kennzeichnungen und Gütesiegel, die auf das Qualitätsmerkmal „Bio“ hinweisen.

– Achten Sie in der Zutatenliste besonders auf Bestandteile bzw. Produkte aus Mais und Soja, da diese schon in vielen Fällen aus gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Besonders: Lecithin und (Mais)Stärke, aber auch Öle und Fette aus Soja und Mais.

– Greifen Sie zu wenig verarbeiteten Lebensmitteln. Je stärker verarbeitet ein Produkt ist, desto mehr Zusatzstoffe hat es. Umso größer ist daher auch die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einer dieser Zusatzstoffe – wie Vitamine, Geschmacksverstärker, Aminosäuren und ähnliches – mit Hilfe eines gentechnisch veränderten Organismus erzeugt worden ist.

– In Österreich darf bisher keine einzige gentechnisch veränderte Pflanze angebaut werden. Produkte, deren pflanzliche Bestandteile ausschließlich aus heimischem Anbau stammen, können daher grundsätzlich als gentechnikfrei angesehen werden. Dies gilt natürlich nicht für deren Zusatzstoffe und Enzyme.

– Besonders in den USA und Kanada sind bereits sehr viele gentechnisch veränderte Pflanzen im Lebensmittelbereich zugelassen. Achten Sie daher auf das Ursprungsland der Produkte.

Quelle: Lebensministerium