Heizungswahl

Warmwasser & Heizen

Jederzeit warmes Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben ist heute für uns selbstverständlich. Im Gesamtenergieverbrauch eines Haushalts stellt die Warmwassererzeugung, nach der Heizung, den zweitgrößten Posten dar (Treibstoffverbrauch für Mobilität nicht mitgerechnet). Die effizienteste und umweltfreundlichste Art der Warmwassererwärmung erfolgt während der Heizperiode mit der Heizung und im Sommer mit einer Solaranlage.

Nähere Information dazu finden Sie auf den folgenden Menüpunkten.

 

Ökologisch Heizen

Die Entscheidung, mit welchem Energieträger geheizt werden soll, hängt von sehr vielen – zumeist auch sehr persönlichen – Überlegungen ab. Aus ökologischer Sicht ist der Anschluss an ein Fern- oder Nahwärmenetz oder eine Biomasseheizung meist am günstigsten. Wenn mit fossilen Brennstoffen geheizt wird, sollte jedenfalls die beste verfügbare Technologie verwendet werden, um einen hohen Nutzungsgrad zu erzielen und damit Schadstoffe und Brennstoffverbrauch zu reduzieren. Hier bieten sich beispielsweise Brennwertgeräte an.

Bei der Wahl des Energieträgers sollten Sie neben persönlichen Überlegungen, Komfortansprüchen und örtlichen Gegebenheiten, auch die Verfügbarkeit und Umweltauswirkungen der einzelnen Energieträger bedenken. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Information zu Wärmeabgabesystemen, zum Heizen mit Biomasse, Pellets und Umgebungswärme.

 

Teilsolare Raumheizung

Eine interessante Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen bietet das Konzept der teilsolaren Raumheizung, d.h. die Solaranlage unterstützt die Heizung. Bei sehr gut gedämmten Häusern und Niedertemperaturheizsystemen können mit Kollektorflächen von 20 – 50 m² in Kombination mit Pufferspeichern (1 bis 5 m³) Gesamtdeckungsgrade (Heizung und Warmwasser) von 20 – 60 % erreicht werden.

Voraussetzung für solares Heizen ist, dass das Gebäude einen sehr guten Wärmedämmstandard aufweist. Der jährliche Heizenergiebedarf sollte kleiner als 65 kWh je m² Wohnfläche sein.

 

Hilfestellung für die Auswahl Ihrer „persönlichen Heizung“

Die Wahl des Energieträgers und des Heizsystems hängt von vielen Kriterien ab, die je nach persönlicher Neigung unterschiedlich gewichtet werden. Die folgende Checkliste kann eine Hilfe bei der Wahl des persönlich passenden Heizsystems sein. Die Checkliste enthält die gängigsten Zentralheizungssysteme (neue Hauptheizungen) für gängige Wohngebäude. Es wurde versucht, die Stärken und Schwächen des jeweiligen Heizsystems vereinfacht zu klassifizieren. Natürlich können die verschiedenen Kriterien für den einzelnen Anwender unterschiedliches Gewicht haben.

 

Kriterien der Heizungsbewertung

Erneuerbarkeit des Energieträgers

Durch die Unerschöpflichkeit erneuerbarer Energieträger bei nachhaltiger Nutzung, stehen diese unbefristet zur Verfügung und schonen die vorhandenen Reserven fossiler Energieträger bzw. verursachen keine radioaktiven Abfälle. Durch die Regionalität der erneuerbaren Energieträger können auch die Auswirkungen von Krisen der internatonalen Energiewirtschaft reduziert werden.

 

Heizkomfort

Darunter wird der Bedienungs- bzw. Arbeitsaufwand für die Beschaffung des Energieträgers, den Betrieb und die Wartung der Heizanlage sowie die Entsorgung von eventuellen Rückständen verstanden.

 

Raumbedarf Heizung und Energieträger

Der Platzbedarf des Heizsystems und der Lagerbedarf des Energieträgers sind zusammen für dieses Kriterium ausschlaggebend.

 

Regionale Wertschöpfung

Betrachtet wird der Kauf der Heizanlage und die laufende Beschaffung des Energieträgers. Beim Kauf der Heizanlage wurde abgeschätzt, welcher Anteil der Wertschöpfung in Österreich bleibt. Demgegenüber wurde betreffend der Beschaffung des Energieträgers der Regionsbegriff räumlich eingeschränkter bewertet.

 

Umweltauswirkungen lokal

Die lokalen Umweltauswirkungen sind geprägt von den sogenannten „klassischen“ Luftschadstoffen, wie Schwefeldioxid, Staub, Stickoxide, Kohlenmonoxid und unverbrannte Kohlenwasserstoffe. Zwischen den verschiedenen Heizsystemen kann es bei einzelnen Schadstoffen beträchtliche Unterschiede geben. Dies kann durch die Qualität der Verbrennung aber auch durch die Energieträger selbst bedingt sein.

 

Klimawirksamkeit

Die Klimawirksamkeit ist im Unterschied zu den lokalen Umweltauswirkungen unabhängig vom Standort einer Heizanlage. Gemeint ist damit, in welchem spezifischen Ausmaß die verschiedenen Energieträger zur globalen Veränderung der Erdatmosphäre beitragen. In erster Linie betrifft dies die Kohlendioxid-Emissionen (CO2).

 

Lagerfähigkeit

Betrachtet wird die individuelle Lagerfähigkeit. Unabhängig davon können durch regionale, nationale und internationale Lagerhaltung allfällige Schwierigkeiten bei der Versorgung abgefangen werden. Nicht gemeint sind dabei allfällige Preisschwankungen oder „Preiskrisen“ durch eingeschränkte Verfügbarkeit.

 

Marktentwicklung/Trend

Die Markt-Entwicklung bzw. Veränderungen bei den einzelnen Heiztechnologien wird z.B. von der Statistik Austria für alle oö Haushalte erhoben. Der Trend seit dem Jahr 1999 wird in dieser Kategorie dargestellt.

 

Quelle: Oberösterreichischer Energiesparverband

Download: Heizen & Verbrennen