Photovoltaik

Bei der Photovoltaik wird Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt.

Bei der Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage (35m²) werden der Umwelt 3 Tonnen an Kohlendioxidbelastung erspart. 35 m² Module sind in etwa nötig, um den kompletten Strombedarf eines 4-Personen-Haushaltes abzudecken. Der Stromertrag hängt natürlich vom Standort und der Ausrichtung der Anlage ab. Die Fördermöglichkeiten zur Errichtung von Photovoltaikanlagen beruhen einerseits auf einen erhöhten Einspeisetarif (Ökostromgesetz) und andererseits auf Investitionsförderungen des Klimafonds. Auch das Land Kärnten fördert Photovoltaik im Rahmen der Neubauförderung und Althaussanierungsförderung

Förderungen in Kärnten: Der Photovoltaikverband Österreich stellt die möglichen Förderungen rund um die Errichtung und den Betrieb sehr gut dar: Link: www.pvaustria.at

 

ÖMAG – Abwicklungsstelle für Ökostrom

Das Ökostromgesetz teilt die geförderten Ökostromanlagen in Kleinwasserkraftwerksanlagen und sonstigen Ökostromanlagen ein. Zu den sonstigen Ökostromanlagen zählen Stromerzeugungsanlagen, welche Ökostrom aus Wind, Sonne, Erdwärme, Wellen- und Gezeitenenergie, Biomasse, Abfall mit hohem biogenen Anteil, Deponiegas, Klärgas, Biogas etc. erzeugen.

Für eine weitere Unterteilung ist der Zeitpunkt der Erteilung aller für die Errichtung der Anlage notwendigen Genehmigungen ausschlaggebend. Lagen diese Errichtungsgenehmigungen bereits vor dem 1.1.2003 vor, so gilt die Anlage als Altanlage, andernfalls als Neuanlage. Der Zeitpunkt der Erteilung des Anerkennungsbescheides sowie des Vertrgasabschlusses entscheidet darüber, welcher Einspeisetarif für die in Ihrer Ökostromanlage erzeugte und in das öffentliche Netz eingespeiste Strom vergütet wird.

Bei der Wasserkraft wird zwischen Großwasserkraft (größer als 20 MW Engpassleistung), mittlerer Wasserkraft (10 bis einschliesslich 20 MW Engpassleistung) und der Kleinwasserkraft (bis zu 10 MW) unterschieden, wobei nur letztere durch das Ökostromgesetz tariflich gefördert wird. Revitalisierten und neu errichteten Kleinwasserkraftanlagen kommt hinsichtlich der zur Geltung kommenden Einspeisetarife eine besondere Bedeutung zu (vgl. Einspeisetarife).

Für die mittlere Wasserkraft sieht das Ökostromgesetz eine Investitionsförderung vor. Eine besondere Form von Ökostromanlagen stellen sogenannte Mischfeuerungsanlagen dar, in welchen zwei oder mehrere Brennstoffe als Primärenergieträger eingesetzt werden. Hier gilt, dass nur jener Anteil der eingesetzten erneuerbaren Energieträger gefördert wird (vgl. Einspeisetarife). Gleiches gilt selbstverständlich auch für Hybridanlagen, in welchen unterschiedliche Technologien zum Einsatz kommen.

Eine tarifrelevante Größe ist die sogenannte Engpassleistung. Sie ist definitionsgemäß die durch den leistungsschwächsten Teil begrenzte, höchstmögliche elektrische Dauerleistung der gesamten Erzeugungsanlage mit allen Maschinensätzen. Die Engpassleistung ist dem Anerkennungsbescheid zu entnehmen.

Entsprechend dem Ökostromgesetz besteht keine Abnahmeverpflichtung für Anlagen, die auf Basis von fester Biomasse elektrische Energie erzeugen und keine Maßnahme zur Vermeidung von Feinstaub aufweisen.

 

Die ÖMAG ist die Abwicklungsstelle für Ökostrom und bietet entsprechende Förderungen an. Hier erfahren Sie auch alles über Einspeisetarife:

Link: www.oem-ag.at

Das Verfahren zur Genehmigung zur Errichtung einer Elektrizitätserzeugungsanlage wird im nachstehenden Link beschrieben:

Link: www.ktn.gv.at

Sie benötigen Beratung zu Photovoltaik?

Tel: 0650/9278417

 

Photovoltaikoffensive Kärnten

„Modell  Bürgerkraftwerk“


Das Land Kärnten bietet jetzt eine Investitionsförderung für Photovoltaikanlagen für Gemeinden und Betriebe an. Bauen Sie sich eine Anlage und lassen Sie die Anlage Bürgern/Kunden finanzieren. Das geht, wenn Sie schnelle Entscheidungen treffen. Der Verein Energieforum Kärnten ist Ihnen dabei behilflich.

 

Landesförderung  Photovoltaik

Das Land Kärnten fördert Anlagen mit € 1.000,- pro kWpeak bis zu einer Größe von 20 kWpeak und €800,- pro kW/peak bis zu einer Größe von 50 kWpeak. Die Förderung beträgt max. 1/3 der Kosten. Für Gemeinde und Betriebe (alle Mitglieder der Wirtschaftskammer) steht jeweils eine Summe von € 1 Mio. zur Verfügung.

 

Bürgerbeteiligung (Betrieb/Kundenbeteiligung):

Machen Sie es, wie es uns die Deutschen schon seit Jahren vormachen. Binden Sie Bürger (Betrieb/Kunden) in das Projekt ein. Der Bürger tätig ein Investment in „Grünen Strom“. Die Rückzahlung des Investments erfolgt über 13 Jahre (Garantierter Einspeisetarif) mit einer Verzinsung von 4% (Bei Betrieben/Einkaufsgutscheine). Die Gemeinde (Betrieb) ist Inhaber der Anlage, benötigt aber keine Eigenmittel, aber auch keinen klassischen Kredit. Bürger sind eingebunden und die Identifikation mit der Anlage ist hoch.  Nach 13 Jahren ist die Investition rückgezahlt und die Gemeinde (Betrieb) kann den Strom nutzen, oder aus Einspeisung  Einnahmen erzielen.

 

Die Rechnung

Die Rechnung für eine A 20 kWpeak bzw. B 50kWpeak Anlage (Fläche ca. 140m²), wobei für die ersten 13 Jahre eine hundertprozentige Einspeisung angenommen wird. Es wird vom momentan bestehenden Einspeisetarif ausgegangen (29,45 C/kWh).

A                                  B

Gesamtkosten:           € 60.000,-                               € 145.000,-

Förderung:                  € 20.000,-                               €   44.000,-

Eigenleistung:             € 40.000,-                              € 101.000,

 

Jährliche Einnahmen/Ausgaben

Leistung Anlage                     23.000 kWh/a             57.500 kWh/a

Ertrag aus Einspeisung          €6.773,-/a                   16.933,–/a

 

Kosten:

Rückzahlung Bürger/     € 4.680,-                 € 11.817,–

Versicherung/Service                €    500,-                  €      700,–

Gesamt:                         € 5.180,-                   €  12.517,–

Nach dreizehn Jahren ist der garantierte Einspeisetarif beendet und man kann den Strom selbst nutzen oder zu einem anderen Tarif weiter einspeisen.

 

Ablauf

  1. Analyse des Potentials der gemeindeeigenen Dachflächen (Energieforum Kärnten)
  2. Umsetzung des Bürgerbeteiligungsmodells (Energieforum Kärnten)
  3. Planung , Bewilligung und Errichtung der Anlage (Regionales Unternehmen)
  4. Laufende Betreuung der Anlage (Energieforum Kärnten oder regionaler Partner)

 

Einreichung der Förderungsanträge beim Land

Die Einreichung von Förderanträgen erfolgt für Gemeinden digital und wird in der nächsten Woche möglich sein. Voranmeldungen im Büro LR Martinz sind nicht möglich. Für Betriebe erfolgt noch eine gesonderte Information über die Form der Einreichung.

 

Fragen:  Mag. Berndt Triebel (0650/9278417)