Energiesparen im Haushalt

Stromsparen im Haushalt

In Österreich gibt es zwar kein Atomkraftwerk – dennoch sind wir nicht frei von Atomstrom. Große Energieversorger wie der Verbund kaufen Strom auf dem europäischen Markt ein und der ist zu rund einem Drittel mit Atomstrom verseucht. Auf diesem Weg kommt Atomstrom auch in deinen Haushalt. Über die Hintertür tragen wir also selbst dazu bei, dass die Atomkraftwerke rund um Österreich bestens mit AbnehmerInnen versorgt sind. Und der Stromverbrauch steigt – Jahr für Jahr. Allein in den letzten 15 Jahren stieg der Stromverbrauch um 40 Prozent an – soviel wie die gesamte Großwasserkraft in Österreich zusammen produziert. Das können wir ändern, wenn wir bewusst Strom sparen. So tragen wir gleichzeitig dazu bei, Atomkraftwerke überflüssig zu machen und sparen dazu nebenbei auch noch Geld. Wir haben ein paar Tipps für dich zusammengetragen:

 

  • Stromsparend abwaschen

Geschirrspüler nur einschalten, wenn er voll ist. Rund ein Viertel des Warmwasserverbrauchs in Haushalten entfällt auf die Küche. Richtig abwaschen kann den Energieverbrauch minimieren. Wer händisch reinigt, benötigt sogar um bis zu 50 Prozent mehr Energie als mit einem modernen Geschirrspüler. Doch auch hier gilt trotz Energiesparprogramm: Besser einmal voll einschalten, als zwei mal halb.

 

  • Kochen

Jedem Topf sein Deckel. Wer ohne Deckel kocht, braucht etwa drei mal soviel Energie als mit Deckel. Doch auch beim Kochen mit Deckel gilt: Der Kochtopf soll auf einer seiner Größe angepassten Platte stehen und bei langen Kochvorgängen kann mit einem Druckkochtopf noch einmal 50 Prozent der Energie gespart werden.

 

  • Waschen

Volle Maschine, Sparprogramm. Eine Waschmaschine braucht gleich viel Energie, egal ob sie voll oder halb beladen ist. Die Waschmaschine voll zu beladen und ein Energiesparprogramm zu verwenden, zahlt sich aus. Wichtig ist auch die Wahl der Temperatur. 70 Prozent des Energieverbrauchs einer Waschmaschine entfällt auf das Aufheizen. Kochwäsche ist heute normalerweise nicht mehr erforderlich, 60 oder 40 Grad reichen meist aus.

 

  • Kühlschrank

Richtiges Auf- und Einstellen spart Strom. Im Kühlschrank reicht normal eine Innentemperatur von sieben Grad, das spart gegenüber einer Temperatur von fünf Grad rund 15 Prozent Strom. Genauso wichtig ist es, den Kühlschrank richtig aufzustellen. Er verbraucht weniger Strom, wenn er an einem kühlen Ort und möglichst weit von Wärmequellen wie Herd oder Heizkörpern entfernt steht. Deckt eine Arbeitsplatte den Kühlschrank ab, so muss diese mit Lüftungsschlitzen versehen sein – ein Wärmestau kann den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent erhöhen.

 

  • Solaranlage in den Warmwasserkreislauf einbinden

Wer eine Solaranlage besitzt, kann diese in den Warmwasserkreislauf einbinden und vor Waschmaschine und Geschirrspüler schalten. Das spart beispielsweise beim Geschirrspüler noch einmal 30 Prozent Strom.

 

  • Beleuchtung: 50 Prozent der Energie sind einsparbar

Herkömmliche Glühlampen verwandeln 95 Prozent der Energie in Wärme. Bei Energiesparlampen liegt die Ausbeute deutlich höher, hier kann 80 Prozent der Energie eingespart werden. Achte beim Kauf auch darauf, Lampen mit angepasster Helligkeitstufe anzuschaffen. Und wenn es trotzdem zu dunkel ist, hilft es oft, die Lampe einfach zu reinigen.

 

  • Stand-by-Verluste minimieren

Zehn Prozent des Haushaltsverbrauchs an Strom gehen auf „Stand by“ zurück. Übers Jahr gesehen verbrauchen manche Geräte sogar mehr Strom im Stand by-Modus als im Betrieb. Besonders Altgeräte sind problematisch: Sie verbrauchen bis zu 25 Watt im Stand by, Neugeräte dagegen oft nur ein Watt. Versteckte Stromfresser sind vor allem Espressomaschinen (Wasserheizung), Fernsehgeräte, Videorecorder, Netzteile und das „Home Office“ (PC, Drucker). Wusstest du, dass ein Drucker, der 24 Stunden auf Stand by läuft, 20-mal mehr Strom dafür verbraucht als für das Ausdrucken von 20 Seiten täglich? Die einfachste Lösung ist die Anschaffung einer Steckerleiste mit Schalter. Nach dem Gebrauch Gerät einfach ausschalten und Strom sparen.

 

  • PC: Bildschirm ausschalten

Wenn der PC nicht benutzt wird, sollte er ausgeschaltet werden. Zumindest der Bildschirm, denn er verbraucht fast genausoviel Strom wie der PC. Und auch hier gilt: Eine Steckerleiste mit Schalter schafft Abhilfe. Damit schützt du deinen PC auch vor einem möglichen Blitzschlag. Bei einem Neukauf solltest du dir überlegen, ein Notebook statt eines PC anzuschaffen, im Betrieb ist der Energieverbrauch bis zu 70 Prozent geringer.

 

  • Beim Neukauf von Elektrogeräten auf das Energielabel achten

Achten Sie beim Neukauf von Elektro-Geräten auf das Energielabel. Geräte mit dem Standard A++ brauchen 45 Prozent weniger Strom als A-Geräte. Besonders Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte, Herde und Backrohre haben eine lange Lebensdauer und sollten möglichst den höchsten Standards entsprechen.

 

  • Klimageräte sind Stromfresser

Klimageräte benötigen viel Strom. Wenn moderne Gebäude richtig gebaut sind, kommen sie auch ohne zusätzliche Kühlung aus. In alten Gebäuden kann eine thermische Sanierung nicht nur Heiz- sondern auch Kühlenergie sparen. Richtiges Beschatten und Nachtlüftung kann ebenfalls Kühlung verschaffen. Wer dennoch nicht auf eine Klimatisierung verzichten will, sollte zumindest auf einen hohen Effizienzstandard achten. Vermieden werden sollten auf jeden Fall mobile Klimageräte. Sie können zwar überall aufgestellt werden, allerdings muss Luft zugeführt werden, meist über gekippte Fenster. Dabei strömt warme Luft herein und 25 Prozent der Leistung gehen verloren. Wenn ein Klimagerät unvermeidbar ist, solltest du zumindest einem fix montierten Gerät den Vorzug geben.

 

  • Umstieg auf saubere Energieversorger

Steigen Sie auf einen Stromversorger um, der nicht auf Atom-, Gas- und Kohlestrom setzt. Die Stromversorger Ökostrom AG und die Alpen Adria Energie AAE beziehen ihren Strom zu 100 Prozent aus sauberen und heimischen Energiequellen. Mit deiner Stromrechnung unterstützt du dann den Ausbau von heimischen und sauberen Kraftwerken.

 

Quelle: Global 2000